So funktionieren Mietgarantien in Zypern – und was Sie im Vertrag prüfen sollten
Eine garantierte Rendite von 6–7 % klingt einfach. So funktionieren Mietgarantien von Bauträgern in Limassol – und diese Klauseln machen aus einem Versprechen echten Schutz.
Wohnen am Meer bei Limassol. Foto: Yu Ko / Unsplash
Viele Neubauprojekte in Limassol werden mit einer Mietgarantie angeboten. Der Bauträger verspricht dem Käufer eine feste jährliche Rendite – oft 6–7 % des Kaufpreises – für eine bestimmte Anzahl von Jahren nach der Übergabe. Für einen Investor, der im Ausland lebt, ist das ein attraktives Modell: keine Mietersuche, keine Leerstände zwischen Mietverhältnissen, planbare Einnahmen. Doch eine Garantie ist nur so gut wie das Dokument, auf dem sie beruht. So funktioniert sie und das sollten Sie prüfen.
So funktioniert eine typische Mietgarantie
- Sie kaufen eine Wohnung zu einem vereinbarten Preis.
- Nach der Fertigstellung vermietet oder verwaltet der Bauträger oder eine mit ihm verbundene Gesellschaft die Wohnung.
- Sie erhalten eine feste Rendite, zum Beispiel 6,5 % des Nettopreises pro Jahr, monatlich, vierteljährlich oder jährlich ausgezahlt – unabhängig von der tatsächlichen Miete.
- Nach Ablauf der Laufzeit verwalten Sie die Wohnung selbst, verlängern die Vereinbarung oder verkaufen.
Wo die Garantie stehen muss
Die wichtigste Regel ist einfach: Die Garantie muss im Vertrag stehen – entweder als Klausel im Kaufvertrag oder als unterzeichnete Mietgarantievereinbarung, die ihm beigefügt ist. Eine Zeile in einem Prospekt, einer Präsentation oder einer E-Mail ist keine Garantie.
Checkliste: Klauseln, die Ihr Anwalt prüfen sollte
- Satz und Bemessungsgrundlage: 6,5 % wovon? Vom Nettopreis oder vom Preis inklusive MwSt.?
- Laufzeit und Beginn: Wie viele Jahre, und beginnt sie mit der Übergabe oder zu einem anderen Zeitpunkt?
- Zahlung: Wie oft, in welcher Währung, auf welches Konto – und was passiert bei verspäteter Zahlung?
- Garantiegeber: die Bauträgergesellschaft selbst oder eine separate Gesellschaft? Über welche Vermögenswerte verfügt sie?
- Kosten: Wer trägt während der Laufzeit Gemeinschaftskosten, Instandhaltung, Möblierung, Versicherung und Verwaltungsgebühren?
- Eigennutzung: Dürfen Sie einige Wochen im Jahr in der Wohnung wohnen, und verringert das die Rendite?
- Vorzeitige Beendigung: Was passiert, wenn Sie verkaufen möchten oder der Bauträger nicht zahlen kann?
- Steuern: Ist die Rendite brutto oder netto, und wer kümmert sich um die Steuererklärungen?
Warnsignale
- Ein garantierter Satz, der weit über der tatsächlichen Miete vergleichbarer Wohnungen liegt. Die Differenz ist meist im Preis eingepreist.
- Eine Garantie, die nur mündlich oder in Werbematerial gegeben wird.
- Eine Garantiegesellschaft ohne klare Verbindung zum Vermögen des Bauträgers.
- Vage Formulierungen wie „erwartete“ oder „prognostizierte“ statt „garantierte“ Rendite.
Ist eine garantierte Rendite immer besser?
Nicht immer. Eine Garantie schafft Sicherheit, kann aber mit einem höheren Preis oder Einschränkungen bei der Nutzung der Wohnung einhergehen. Vergleichen Sie den garantierten Betrag mit der realistischen Marktmiete in derselben Lage. Entscheiden Sie dann, ob Ihnen Sicherheit mehr wert ist als Flexibilität. Wenn Sie später selbst einziehen möchten, etwa im Ruhestand, prüfen Sie, ob die Vereinbarung beendet werden kann, wenn Sie es brauchen.
Wie wir helfen
Wir sind an keinen Bauträger gebunden. Wir stellen die Garantiebedingungen verschiedener Projekte nebeneinander: Satz, Laufzeit, wer die Kosten trägt und wer hinter dem Versprechen steht. Dann entscheiden Sie mit Ihrem Anwalt, welches Angebot wirklich zu Ihrem Ziel passt.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Anlageberatung dar. Garantiebedingungen unterscheiden sich je nach Projekt und Bauträger und sind nur so verbindlich, wie sie in Ihrem Vertrag stehen. Lassen Sie sie immer von einem unabhängigen zypriotischen Anwalt prüfen.